| Psychische Gewalt ist keine Seelsorge! |
|
|
|
Ein Forum für Männer in und aus Sachsen verantwortet Entschwulungswerbung für Homosexuelle! Gemeinsame Erklärung des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD), Landesverband Sachsen und der Regionalgruppe Chemnitz/Erzg. der Ökumenischen AG Homosexuelle und Kirche e.V. (HuK)
Am 22. September 2007 hielt das evangelikale Missionswerk „Campus für Christus“ (CfC) ein Seminar im Rahmen einer Großveranstaltung des „Forums für Männer in Sachsen“ in einem sächsischen Gymnasium (Flöha) zur Entschwulung von Hilfe suchenden christlichen Homosexuellen. Ein Erlebnisbericht der anwesenden gemeinnützigen Vereine LSVD Sachsen, HuK Chemnitz/Erzgebirge und Human Traffic wurde kurze Zeit später veröffentlicht. Der LSVD veröffentlichte außerdem eine Pressemitteilung (vgl. LSVD Sachsen: Mit einer „Flasche Blausäure“ gegen Homosexualität? vom 17.10.2007) und kritisierte die menschenverachtenden Umpolungspraktiken, die empfohlen wurden. Durch die massive öffentliche Kritik sahen sich die Veranstalter genötigt, Stellung zu nehmen. Anstatt sich der Sachkritik zu stellen, präzisierten die Veranstalter, darunter der Arbeitszweig „Männerarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens“, nur die Organisationsstrukturen der Veranstaltung. Man forderte außerdem Toleranz für die sektiererischen Entschwulungsangebote und menschenfeindlichen Weltanschauungen. Die sechs unterzeichnenden Organisationen stellen klar, dass die Umpolungswerbung gemeinsam „geplant, durchgeführt und verantwortet“ wurde. Sie sprechen gleichzeitig bei ihren Empfehlungen an die destruktiven Pseudotherapien von „Seelsorge“. Ihre Zielgruppen, darunter verunsicherte homosexuelle Jugendliche in der sexuellen Findungsphase sowie andere christliche Homosexuelle mit internalisierter Homophobie, können dadurch in größere psychische Konflikte bis in den Selbstmord getrieben werden. Eine Kopie der Stellungnahme des Forums wurde online gestellt. Psychische Gewalt in Form von Drohungen und Erniedrigungen, wie sie von dem in der Veranstaltung empfohlenen homosexuellenfeindlichen „Therapeuten“ zur Entschwulung vorgesehen werden, sind keine Seelsorge! Seelsorge soll aufbauen sowie bestätigen und nicht in den Selbstmord treiben! Therapie ist nur, was wissenschaftlich belegt ist. Seriöse Wissenschaftler sind sich einig: Homosexualität ist keine Krankheit und kann nicht „wegtherapiert“ werden. Wir rufen alle Christen dazu auf, sich von homosexuellenfeindlichen Pseudotherapien und unchristlichen Diskriminierungen zu distanzieren! Fachartikel und weitere Hintergrundinformationen unter: www.gaynial.net (Fachartikel und Gutachten zu Umpolungstherapien) www.sachsen.lsvd.de (Landesverband Sachsen des LSVD) www.huk-chemnitz.de.ki (HuK Chemnitz/Erzg.) |



